Neue Wege in der Jugendverbandsarbeit

Schützenjugend geht im Bezirk neue Wege. Ein Jugendverband hat mehr zu leisten als ein Sportverband, um dem gerecht zu werden muss sich die Schützenjugend neu sortieren und ausrichten. Bei ihren Bezirksjugendtag hat die Oberpfälzer Schützenjugend ihre Neuorientierung erstmals nach aussen getragen. Migration, Integration, Öffentlichkeitsarbeit, Jugendarmut und sexuelle Prävention sind auch Themen die an uns Schützen nicht spurlos vorüber gehen und neben unseren sportlichen Aufgaben abgearbeitet werden müssen. Erläuterte Bezirksjugendleiter Roland Steger beim ersten Bezirksjugendtag der mit einem Fachreferat bereichert wurde. Steger geht in seinen Ausführungen noch weiter und meint: „Attraktive Jugendverbände betreiben nicht nur den Erhalt unserer Väter Erbe nein sie sind auch der Grund dafür das junge Menschen bei uns Familien gründen und viele Kinder in die Welt setzen.

Bildungerschrift v.l.n.r. Roland Roith, Werner Paul Ljl, Roland Steger BJL, Harald Frischholz GSM, Max Kappl Bez.Ehrenmitglied, Josef Gebhard Stadtrat zu Weiden, Dieter Beer und Manuel Arnold, Cordula Beer Jugendschriftführerin mit Tochter Amelie und Stellv. Bezirksjugendleiter Michael Gösl.

Nur da, wo in Zukunft viele Kinder sind, finden Unternehmen auch  langfristig ausreichend Arbeitskräfte um ihren Bedarf zu decken, dass wird der entscheidende Grund sein das sich Firmen bei uns ansiedeln. So ist aktive Jugendarbeit auch ein entscheidender Standortfaktor für die Wirtschaft, langfristig werden nur attraktive Regionen mit vielen Kindern, Jugendlichen und einer starken Jugendförderung wirtschaftlich überleben können. Denn die Jugend von heute ist die Wirtschafts- und Arbeitsmacht von morgen, so ist es  unser Auftrag die Region, Familien- Jugend- und Kinderfreundlich zu gestalten und dem müssen wir mit unserer Jugendarbeit gerecht werden. Wir gestalten die Zukunft unserer Heimat und das muss die Politik noch erkennen lernen damit sie die Jugend endlich nicht mehr als reinen Kostenfaktor sieht sondern unsere Arbeit verstärkt unterstützt und fördert.

Beim Bezirksjugendtag am der vergangenen Wochenende statt fand wurden die Schützenkameraden Dieter Beer und Manuel Arnold von Landesjugendleiter Werner Paul mit der Jugend Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Bezirksjugendleiter Roland Steger dankte in der Laudatio den geehrten für ihren unermüdlichen und langjährigen Einsatz für unsere Jugend im Schützenbezirk Oberpfalz. Im Kreis der Bezirksjugendleitung wurde Tochter Amelie von Bezirksschriftführerin Cordula Beer willkommen geheissen, Bezirksjugendleiter Michael Gösl überreicht den beiden Damen ein kleines Geschenk und gratulierte zum gelungenen Töchterchen. In seinem Jahresbericht lies Steger das Jahr Revue passieren und dankte den Gaujugendleitern für die harmonische Zusammenarbeit. (siehe Jahresbericht unter www.bssb-opf.info JUGEND) „Der BSSB sind wir alle“, meinte Bezirksschützenmeister Roland Roith wörtlich. Wenn immer auf den BSSB geschimpft wird verwenden wir im allgemeinen eine falsche Wortwahl den dann schimpfen wir ja über uns selbst. Jeder kann sich einbringen und mitarbeiten ein aktives Mitwirken ist sogar gewünscht. Roith appellierte an die Jugendlichen und Funktionäre sich zu informieren und Informationen sofort an jugendliche und Jugendleiter weiter zu reichen, oftmals landen Informationen in den Aktentaschen und geraten in Vergessenheit. Die Mitglieder des Bezirks haben das Recht die Informationen sofort ungeschminkt und unzensiert zu erhalten. Das es oft nicht leicht ist, Informationen an den Mann oder die Frau zu bringen hat wohl schon jeder am eigenen Leib erfahren so sagte der Bezirksjugendleiter Steger wörtlich: „Für Jugendleiter aller Gruppierung sollte es selbstverständliche Pflicht sein die Bayerische Schützenzeitung zu kaufen und zu lesen, ebenso verhält es sich mit der Zeitung der Jugend, dem BSSJ-Intern das über die Schützenjugend beim Landesjugendsekretär zu beziehen ist.“ Zur BSSJ-Intern merkte die Bezirksschriftführerin Helga Schmid an das sie sich immer über die BSSJ-Intern freue und Landesjugendleiter Werner Paul möge doch bitten dem Landesjugendsekretär Mario Draghina ausrichten das sie sich immer über die Zeitschrift freue, als Lektüre findet sie die Bayerische Jugendzeitung viel interessanter und informativer als die Bayerische Schützenzeitung.
Im Anschluss an den Bezirksjugendtag fand noch ein Fachreferat zur sexuellen Prävention im Verein statt. Was geht es uns an, was soll man tun, wenn es ein Problem mit sexuellen übergriffen gibt und wo bekommt man Hilfe wenn man betroffen ist. Diesen Fragen gingen die Teilnehmer des Bezirksjugendtages mit Referentin Michaela Hillebrand von PräTecT auf den Grund. In kleinen Arbeitsgruppen wurde die Problematik diskutiert und im Rollenspiel anschaulich beackert, alle wurden sich der heiklen Aufgabe bewusst wenn ein Kind zum Jugendleiter sagt: „ich werde belästigt bitte hilf mir.“ Die Teilnehmer der Mitarbeiterweiterbildung gingen nach Rollenspiel und Ausführungen der Referentin gestärkt aus der Veranstaltung. Ein Teilnehmer meinte wörtlich: „Es ist gut zu wissen was man wie warum tun kann, ich fühle mich jetzt nicht mehr so ohnmächtig ausgeliefert wenn der Fall mal eintreten sollte.“ Steger dankte den Teilnehmern für die rege Teilnahme bei den Arbeitsgruppen und der Referentin für die interessanten Ausführungen.
Weitere Informationen zur Prävention sexueller Gewalt in der Kinder- und Jugendarbeit gibt es unter http://www.praetect.de/. Betroffene Gaue, Vereine und Jugendleiter können sich zur weiteren Information oder bei Bedarf der Hilfe und Beratung gerne an den Bezirksjugendleiter Roland Steger im Schützenbezirk Oberpfalz wenden.